Wirksamkeit von Coaching – geht auch „zu gut“?

Seit Jahren hören wir, Unternehmen würden von Coaching sehr profitieren. So drängte sich schon fast der Eindruck auf: Dumm ist, wer es nicht nutzt. Doch es muss nicht immer gut sein, was gut gemeint war … Es kann auch negative Coaching-Wirkungen geben.

Katrin Oellerich wollte deshalb wissen – nachdem sich zuvor die Arbeitsgruppe um Professor Carsten Schermuly  mit den negativen Effekten von Coaching für Klienten oder die Coaches selbst beschäftigt hatte – welches Bild sich aus Unternehmensseite ergibt. Ihr wichtigstes Ergebnis: Alle von ihr interviewten Personen hoben hervor, dass die positiven Wirkungen von Coaching deutlich überwiegen, dass Coaching eine mächtige Maßnahme der Personalentwicklung ist.

„Fishermen’s Friend“

Manchmal wohl auch zu mächtig. Denn als zentrale negative Effekte nennen die befragten Führungskräfte und HR-Mitarbeiter, dass Coaching-Klienten sich zu stark entwickeln könnten. Das produziere dann Unruhe, Verunsicherung, Konflikte im Unternehmen – und sogar Kündigungen.

Tja, es reicht eben aus systemischer Perspektive betrachtet nicht aus, wenn sich nur einer entwickelt … „Fishermen’s Friend“ weiß, so mein Seitenhieb im Post bei MWonline: Sind sie zu stark, bist du zu schwach!