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Generalist, Spezialist oder eierlegende Wollmilchsau?

Workshop: Coaching-Kompetenzen – was braucht es wirklich?Mein Vortrag auf dem Erdinger Coaching-Kongress zum Thema „Coach-Kompetenzen“ hat mir – und offensichtlich auch den Teilnehmern – Spaß gemacht. Was man dem atmosphärischen  Foto vom Kongress entnehmen mag. Der Titel „Generalist, Spezialist oder eierlegende Wollmilchsau?“ hat sicher geholfen, Publikum anzuziehen.

Coach-Kompetenzen klären

Die konzeptionelle Basis meines Workshops lässt sich übrigens auch nachlesen: In meinem Buchbeitrag im Herausgeberwerk „Qualität im Coaching„.

Kompetenzen zur Steuerung des Coaching-Prozesses

Triebel et al. (2016). Qualität im CoachingIn der populären Coaching-Literatur überwiegen normative Beschreibungen von Kompetenzen. Sie lesen sich wie Tugendkataloge. Der Eindruck entsteht, diese allgemeinen Erwartungen oder Anforderungen seien zeitlos und kontextfrei. Wenn man an diese Kataloge dann noch allgemeine Phasenmodelle schraubt und lediglich die heimelige 1:1-Coaching-Sitzung im Blick hat, sind die Kompetenzkataloge eigentlich nicht mehr zu gebrauchen: Entweder sieht man sich der eierlegenden Wollmilchsau gegenüber oder man tut sie gleich als „nice to have“ ab.

Solche statischen Konzeptionen sind idealisierend. Das greift eindeutig zu kurz. In meinem Beitrag zum Buch „Qualität im Coaching“ habe ich das weiter ausgeführt. Dort fordere ich eine systemische Betrachtung: Im Prozess ist auf die entscheidenden Wirkprinzipien zu achten und auf die drei für den Transfererfolg entscheidenden Kontextfaktoren zu fokussieren. Der kompetente Umgang mit Kompetenz ist eben auch wichtig.