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Coaching-Studium

In der Tat ist das eine wichtige und schlaue Frage:  Kann man Coaching studieren? Und die nächste folgt sogleich: Was ist in denn in einer Weiterbildung anders als im Coaching-Studium? Und so fragen mich meine Studierenden zum Semesterende regelmäßig: Jetzt sagen Sie mal, soll ich gleich eine Coaching-Weiterbildung auf den Kurs aufsetzen oder erst einmal in den Job gehen, Berufserfahrungen sammeln und dann ggf. später eine Coaching-Weiterbildung drauf setzen?

Meine Antwort ist seit Jahren die gleiche: Die Weiterbildung wäre m.E. eine ideale Ergänzung z.B. für Wirtschaftspsychologen, die sich auf Personal- und Organisationsentwicklung spezialisiert haben. Wenn einen dann noch das Thema fasziniert und man spürt, dass man dafür ein Händchen hat: go for it! Ich bin sicher, dass es die Chancen bei Personalern erhöht. Natürlich nur, wenn man nicht eine billige „Druckbetankung“ absolviert hat, sondern eine qualitativ hochwertige Weiterbildung.

Es schadet aber auch nicht, erst ins Berufsleben einzusteigen und sich anschließend
im Coaching weiterzubilden. Dann verfügt man über eigene Erfahrungen, die man reflektieren kann, und hat vermutlich auch ein eigenes Netzwerk als Marktzugang.

Was ist in einer Weiterbildung anders?

Diese Diskussionen zu führen und zu erleben, wie Studierende in Coaching-Sessions performen, hat mich ins Grübeln gebracht. Wenn man sich so anschaut, was Premium-Verbände wie der DBVC so an Anforderungen setzen und was Studierende auf die Beine stellen, könnte man sich fragen: Ob man da nicht Studien-Leistungen anrechnen kann?

Kann man – begründet! Deshalb bieten wir (Schwertl + Partner und die Business Academy Fresenius) jetzt Coaching-Weiterbildungen mit zwei Zugangswegen (Bachelor, Master) an, bei denen Studienleistungen angerechnet werden. Das ist für Studierende echt lukrativ, weil sie gegenüber marktüblichen Angeboten Zeit und Geld sparen.

Jetzt kommen (natürlich!) weitere Fragen:

  • Werde ich als junger Hochschulabsolvent überhaupt ernstgenommen?
  • Ist Lebenserfahrung nicht zwingend für eine wirkliche Coaching-Kompetenz?
  • Was ist in einer Weiterbildung eigentlich anders als im Studium?

Natürlich kann man Coaching studieren. Das haben Elke Berninger-Schäfer und ich schon im Jahr 2010 in einer Veröffentlichung konstatiert. Seitdem hat sich der Markt aber auch noch gewaltig entwickelt – wie Strikker & Strikker, aber auch Ebermann darlegen.

Was ist nun der Unterschied zwischen Studium und Weiterbildung? Antworten darauf gebe ich in Kürze im Coaching-Magazin (1/17; S. 33) unter der Überschrift „Häufig gestellte Fragen“ (erscheint am 22.2.17 in der Printausgabe).